© Sven Weinig 2012 Die ersten Eindrücke lassen mal wieder keine Wünsche offen. Rumpf ist im GFK-CFK-Herex Vakuum verfahren hergestellt und mit 1260gr. ein echtes Leichtgewicht. Auch die Styro-Balsa Teile sind super verarbeitet und sehr leicht. Eine Höhenruderhälfte wiegt gerade mal 158gr. eine Fläche bringt schlanke 792gr. auf die Waage. Das sind gute Vorraussetzungen für ein geringes Gesamtgewicht! Die Motorhaube ist in standard Bauweise und schlägt mit 458gr. zu Buche, Kabienenrahmen und Haube wiegen zusammen 322gr. Baubeginn: Da der Motor noch nicht lieferbar ist (3W112 vierzylinder) werde ich diesmal mit Kabinenrahmen beginnen. Zwei Alu Passdübel werden in den Rumpf geklebt, als Gegenlager im Rahmen dienen zwei gefräste CFK Pappelsperholzspanten. Im Rumpf werden die Zungen für die Aufnahme der Schrauben eingeklebt. Der Rahmen wurde diesmal mit Granit Spray lackiert, welches in jedem Baumarkt erhältlich ist. Anschließend wurde die Haube zugeschnitten und mit dem Rahmen verklebt. HLW: Nun wurde der Rumpf für die Aufnahe des HLW im Heck geöffnet. Hier wurde eine 6mm Buchensperrholzplatte mit CFK beschichtet, zwei Einschlagmuttern der Größe M5 eingesetzt und eingeklebt. In Anschluß werden die beiden Höhenruderhälften miteinander verklebt. Zur Befestigung am Rumpf werden zwei Buchendübel (14mm Durchmesser) eingesetzt, die zur Aufnahme der M5 Schrauben dienen. Für den elt. Anschluß des HLW wurde ein St. Pappelsperrholz eingesetzt, der zur Aufnahme des MPX Steckers dient. Nächster Punkt ist das Erstellen und einkleben der Servokästen. Nun konnte das GFK Teil für HLW-Rumpfübergang angepaßt werden. Das HLW wurde noch mit einem 100gr. Glasgewebe verstärkt. Damit ist der Rohbau des HLW abgeschlossen. Für das einkleben der Steckungshülse muß der Flieger provisorisch zusammengebaut werden, um den optimalen Sitz der Flächen zu gewährleisten. In den Rumpfseitenwänden wurden zusätzlich zwei kleine Buchensperrholzplatten mit eingesetzt, die zur Führung der Hülse dienen. Als Flächendübel dienen zwei 10mm Alurohre. Im Rumpf wird als Gegenlager ein 6mm Buchensperrholzspant eingeklebt. Der gleiche wird ebenfalls für die Flächenverschraubung eingesetzt. An den Flächen werden die Servokästen und Ruderhörner eingesetzt, damit sind sie bügelfertig! Als nächstes wurde der Spant für die Befestigung des Motordoms und die Aufnahme des Fahrwerks eingebaut. Der Motordom wird mit M3 Einschlagmuttern mit dem Kopfspant verschraubt, für das Fahrwerk dienen Einschlagmuttern der Größe M5. Motoreinbau: Da hier der neue 112er vierzylinder verbaut wird, muß der Motordom und 22mm gekürzt werden. Ich habe den Motordom um 35mm gekürzt und den Antrieb auf Alu-Distanzstücke gesetzt, die gleichzeitig zur Einstellung (Mittelpunkt Motorhaube) dienen. Sollte der Seitenzug später verändert werden, kann man ohne Probleme mit dieser Methode den Motor wieder mittig ausrichten. Dann ging es an das Anpassen und Einbauen der Dämpferhalterung. Anschließend wurde die Tankhalterung gefertigt und eingebaut. Tank und Dämpfersystem fertig montiert. Nun wurde die komplette Zündanlage montiert. Der Zündakku wird im Motordom seine Platz finden. Anschließend wurde das Gasservo incl. Anlenkung eingebaut. Die Chokeanlenkung wird mechanisch betätigt. Die Benzinschläuche werden zusätzlich am Vergaser mittels eines 1,5mm Stahldrahts fixiert, da der Abstand Krümmer / Vergaser sehr gering ist. Nächster Punkt ist Einbau des SLW. Die Rumpfabschlußleiste ist aus 4mm Pappelsperholz und wird zusätzlich an den Aufnahmepunkten der Stiftscharniere mit 10mm Balsa aufgedickt. Das SLW kommt vom Hersteller fertig verschliffen! Der Ruderhebel wurde selber hergestellt. Das SLW wurde nach dem einkleben des Hebels ebenfalls mit Folie bebügelt. Nun wurde noch der Kabienenspant eingeklebt, damit ist der Rohbau abgeschlossen. Jetzt wurden die Servos eingebaut. Auf Querruder werden pro Seite zwei Hitec 5945 eingebaut, auf dem Höhenruder pro Seite nur ein Hitec 5945. Die Anlenkungen werden aus M3 Gabelköpfen und M3 Kugelköpfen hergestellt. Das Spornrad ist ein kompletter Eigenbau und wird mit vom SLW angelenkt. Gewicht ohne Rad 36gr. Chokeanlenkung wird hier per Hand betätigt. Dafür wurden zwei spezielle Hebel gefräst um die Bedienung von außen zu erleichtern. Luftführung Motor: Da hier ein Vierzylinder werkelt, muß eine Luftleitführung gebaut werden. Das war die "beschissenste " Arbeit am ganzen Flieger. Da sich die Haube der Cap verjüngt, mußte das ganze in die Haube eingearbeitet werden. Als nächstes wurde der Zündakku konfiguriert und im Motordom eingebaut. Gelagert wird der Akku auf Schwingelementen. Dann wurde die Aufnahme für die Lipolys und das DPSI konstruiert. Als Träger dient eine CFK-Herex Platte. Die Akkus werden ebenfalls wie der Zündakku auf Schwingelementen gelagert, das DPSI wird mit Gummibändern aufgehängt. Nächster Punkt ist das bauen der Servoaufnahme fürs Seitenleitwerk. Sie wurde ebenfalls aus CFK-Herex Platte hergestellt und wiegt nur ganze 17gr. Die Anlenkung fürs SLW wird mit einer 90mm Scheibe realisiert. Die Verbindung zum SLW wird mit 1mm Edelstahllitze hergestellt. Damit ist der Anlageneinbau abgeschlossen und das Modell somit flugfertig. Eine kurze Zusammenfassung der verbauten Teile sind in der folgenden Tabelle. Finish: Als Vorlage diente diesmal eine Original Maschine. Hier das Ergebnis. Ich bin recht angetan von dem Gesamteindruck, ist aber wie immer eine reine Geschmacksfrage! Erstzflug war am 20.05.2005 und ist hervorragend verlaufen. Der Motor ist wie für die Cap gemacht, ausreichend Leistung und eine Laufkultur die absolut überzeugend ist!