© Sven Weinig 2012 Das folgende Modell wird für einen Bekannten gebaut! Es handelt sich um den Bausatz der Robbe Edge 540 T in Voll GFk Ausführung incl. Airbrushlackierung. Das Modell stammt aus Thailand und wird von der Firma xtremecomposite gebaut. Man sieht hier doch sehr starke Ähnlichkeiten zu der Firma Composite ARF, es könnte aus der gleichen "Schmiede" stammen! Baubeginn: Als erstes wurde mit dem Fahrwerk begonnen. Die Radachsen wurden selbst gedreht, ansonsten kam das beiligende Fahrwerkszubehör zum Einsatz (Räder gehören nicht zur Lieferung). Die Aufnahme ist Herstellerseitig incl. der Einschlagmuttern eingebaut. Es müssen die Maße, die in der Anleitung angegeben sind, auf die Fahrwerksschenkel übertragen und gebohrt werden. Der Hecksporn ist eigenbau, Rad und Halter sind Zukaufteile. Motoreinbau: Nun wurde der Motorspant erstellt. Als Motor wird ein 3W106 verbaut in Verbindung mit Pefa Krümmer und Dämpfern. Der Motorspant muß um 17mm aufgefüttert werden, damit der Spinner bündig mit der Motorhaube abschließt. Als Distanzringe kommen gedrehte Kunststoffbuchsen zum Einsatz. Dämpferanlage: Das Dämpfersystem wurde mit einem CFk Herex Spant einmal gelagert. Der Spant sitzt mittig vom Dämpfer. Tankanlage: Da hier auch eine Smokeanlage verbaut werden soll, mußten je zwei 1 Liter Tanks untergebracht werden. Eigentlich sollten beide Tanks im Schwerpunkt Platz finden, da man dann aber nicht mehr an die vorderen Befestigungsschrauben der Tragflächen kommt, mussten sie hintereinander positioniert werden. Der Smoke Tank sitzt vorn am Motordom, der Benzintank am Steckungsrohr, somit im Schwerpunkt. Kabinenhaube: Hier wurde das beiligende Befestigungsmaterial gegen CFK beschichtetes Buchensperrholz getauscht. Zusätzlich wurden zwei Passstifte aus Alu im Frontbereich eingesetzt. HLW: Am Höhenleitwerk wurde die Hohlkehle nachgearbeitet, um mehr Ausschlag zu bekommen. Der Unterschied ist denke ich deutlich zu erkennen. Das rechte Bild zeigt den Ausschlag nach der Bearbeitung. Zur Befestigung des HLW am Rumpf wurden im Steckungsrohr Kunststoffbuchsen eingebaut, die für die Aufnahme der M3 Schrauben dienen. Die fertig montierte Fläche. Der Einbau der hinteren Servos durch die Wurzelrippe war ein echter Krampf, hier hätte der Hersteller lieber Deckel einbauen sollen. Die elt. Verbindung Rumpf-Fläche wird mittels MPX Stecker realisiert. Gas/Chokeservo: Nächster Punkt ist einbau und Anschluss des Gas und Chokeservo. Die Servos werden zwischen den Schalldämpfern direkt am Kopfspant eingebaut. Der Abstand zu den Krümmern ist aus thermische Sicht mehr als ausreichend. Tankanlage: Zum be - enttanken werden Graupner Tankventile eingesetzt. Die Überlaufe für beide Tanks sind Drehteile und können mit einer M3 Schraube verschlossen werden. Zündung: Für die Zündung kommt der SM-Zündschalter zum Einsatz. Dieser hat sich bei mir bis jetzt bestens bewährt. Smokeanlage: Die Smokepumpe kommt von MZ und wird ebenfalls mit am Motordom verbaut. Der Antrieb fertig montiert. Seitenruderservoaufnahme: Für das SLW kommen zwei JR 8611 zum Einsatz. Der Haupthebel ist mit einem Kugellager ausgestattet und wird separat auf einem Alukonus gelagert. Als Akkus kamen wieder die bewährten Tanic Packs zum Einsatz. Für Zündung mit 1500mAh und 2450mAh für die Empfangsanlage. Der Zündakku wird am Motordom auf Schwingelementen gelagert, direkt daneben die Ladebuchse. Als nächstes wurde die Halterung für Empfängerakku, DPSI und Empfänger gefertigt. Das Brett wird auf sehr weichen Schwingelementen gelagert, um das System so weit wie möglich vor Vibrationen zu schützen Damit wäre der Baubericht der Robbe Edge 540T abgeschlossen. Die Edge wiegt wie abgebildet, also noch ohne Propeller 12880gr. Wer auf eine Smokeanlage, das zweite SLW-Servo und einen veränderbaren Motorspant verzichten möchte, kann ca. 500gr. einsparen. Das Gesamtgewicht incl. Propeller wird sich je nach Art (CFK oder Holz) zwischen 13000-13100gr. bewegen. Die Herstellerangabe von 12500gr. (ohne die zusätzlichen Komponennten) ist nur schwer einzuhalten. Was sich für mich nicht so schön darstellt ist der Kabinenrahmen, der ein wenig zu groß ist. Im Frontbereich steht der Rahmen ca. 1-1,5mm heraus. Ansonsten kein schlechter Flieger für das Geld. Desweiteren halte ich die Schwerpunktangabe von 200-250mm (Angabe in der Baubeschreibung) von der Nasenleiste der Wurzelrippe aus mehr als fraglich!!! Bei einer Wurzeltiefe von 56cm und eine Pfeilung die "fast" gegen Null geht, befinde ich mich bei 250mm fast in der Mitte der Fläche. Ich bezweifle stark, das man so noch fliegen kann. Das Steckungsrohr sitzt bei 160mm, ab hier wird sich an den Schwerpunkt herangetastet, parallel werde ich die Daten nochmal in einige Programme zur Schwerpunktermittlung eingeben.