© Sven Weinig 2012 Baubeginn: Als erstes wie immer der Fahrwerkseinbau. Da ich alle Spanten komplett selbst fertige, mußte ich mich erst mal an den PC setzen um zu zeichnen. Anschließend wurden Rohlinge zum fräsen gefertigt und im Rumpf eingebaut. Motoreinbau: Hier war zu überlegen welcher Antrieb rein sollte. Genau das war mein Problem! Einen 3W200 habe ich noch, würde aber gerne einen Vierzylinder einbauen. Also mußte der Dombereich so umgebaut werden, dass man hinterher beide Aggregate verbauen kann. Der 200er kommt auf einen separaten Motordom und den Vierzylinder kann man dann direkt mit dem Kopfspant verschrauben Dämpfereinabau: Nach dem der Motor nun angepaßt war, konnten die Dämpfer eingebaut werden und eine passende Aufnahme gefertigt werden. Im Anschluß daran wurden die Steckungshülsen für Flächen und Höhenleitwerke gleich mit eingeharzt. Weiter geht´s mit Spanten und Kabinenrahmen. Als erstes habe ich den Rumpfrücken aufgetrennt (hinter der Kabinenhaube). Dann wurden die Spanten abgenommen (Maße), gezeichnet, ausgefräst und eingeklebt. Diesmal mußte ich mal meine Initialen hinterlassen. Nächster Punkt ist anfertigen der Kabinenbefestigungsteile. Vier Laschen für die Aufnahme der M4 Schrauben, die Laschen werden mit der Rumpfseitenwand verklebt, zwei Aludübel mit passenden gegenstücken für den Frontbereich der Haube und vier T - Winkelstücke, die mit dem Rahmen verklebt werden und zur Aufnahme der vier M4 Gewindenieten dienen, um den Rahmen mit dem Rumpf zu verschrauben. Als nächstes wurde der Hauptspant unter dem Steckungsrohr erstellt, der auch gleichzeitig als Tankaufnahme dient. Nächster Punkt war einbau des Seitenruders und anpassen der Hohlkehlen an Seiten und Höhenleitwerk. Ich habe die Hohlkehlen vergrößert um etwas mehr Ausschlag zu bekommen, als sie original geliefert werden. Für das einbauen der Servos mußte man sich spezial Werkzeug anfertigen. Man kann sie eigentlich nur von der Wurzelrippe aus einsetzen. Deshalb habe ich mich entschieden, Servodeckel einzuarbeiten, um die Servoes besser einbauen zu können Auch hier wurde wieder was für die Entlüftung der Motorwärme getan. Nun ging es ans einstellen der EWD. Da der Rumpf keine Flächenanformung hat, werde ich mir etwas konstruieren, um die EWD im nachhinein ohne großen Aufwand ändern zu können. Hier nun die Konstruktion für eine veränderbare EWD. Nun kann ich mich an die Einbauten machen. Erster Punkt auf der Liste ist die Aufnahme der Seitenruderservos. Diesmal wieder ein neuer Versuch mit Kohle-Herex Sandwich. Die komplette Aufnahme ist 6,5mm stark und wiegt 42gr. Nun die Aufnahme für das DPSI. Sie bringt ganze 27gr. auf die Waage. Weiter geht´s mit dem Einbau der RC Komponenten und herstellen aller Elt. Leitungen. Bei dieser Größe geht schon einiges an Kabel drauf. Insgesamt habe ich ca. 22m Kabel verlegt und jede Menge Stecker gelötet. Dann wurden alle Servos verbaut und Anlenkungen hergestellt. Ich habe mich wieder für Hitec´s entschieden(5945 und 5735), weil ich bis zum heutigen Tag nur gute Erfahrungen gemacht habe. Dann musten alle programmiert werden, eine mühselige Arbeit (bei der Menge gesehen). Nächster Punkt war einbauen der Tankanlage, verlegen und anschließen aller Schläuche incl. Be und Enttanksystem. Nun wollte ich mir noch den passenden Motor gönnen. Der 212er vierzylinder von 3W in QS Ausführung. Ich hoffe, dass er meine Erwartungen erfüllt. Als erstes wurde ein "Probespant" gefräst um alle Maße optimal abnehmen zu können. Dann wurde ein 10mm starker Buchensperholzspant mit Kohle beschichtet und passend ausgefräst. Um diesmal den Sturz und Seitenzug nachträglich optimal einstellen zu können, wurde der Kopfspant mit Langlöchern in der waagerechten versehen. Dieses ermöglicht mir, den Spant um jeweils 1,5cm aus der Mitte heraus nach links oder rechts zu schieben. Die Befestigungslöcher für den Motor auf dem Kopfspant wurden ebenfalls als Langloch in der Senkrechten angefertigt. Auch hier stehen mir jeweils 1,5cm aus der Mitte heraus nach oben oder unten zu wandern. Als nächstes mußten Zündung, Servos für Gas und Choke untergebracht werden, jetzt mußten nur noch Anlenkungen und elt. gemacht werden, damit ist der Motorkopfspant fertig gestellt. Nun gehts ans Hitzeschott. Bei den Vierzylindermotoren ist die Luftführung eine wichtige Sache, damit die hinteren Zylinder nicht überhitzen. Für diese kleine "Kiste" habe ich nun fast mein Wochenende mit verbracht, aber mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Der komplette Kasten besteht aus einem Kohle-Herex Sandwichaufbau. Das Gesamtgewicht gerade mal 115gr. Das soll es nun gewesen sein! Durch den Umbau vom Zweizylinder auf den Vierzylinder wird die Extra jetzt noch mal ausgewogen, Akkus entsprechend plaziert und dann die ersten Testläufe mit anschließenden Erstflug gemacht.