© Sven Weinig 2012 Giles202 mit 3,5m Spannweite von Weidner Modellbau. Das Modell läst in Punkto Verarbeitung wirklich keine Wünsche offen. Der Rumpf ist im GFK-CFK-Herex Vacuumverfahren hergestellt worden um gute Festigkeit bei geringstem Gewicht zu gewährleisten. Seitenleitwerk ist in Voll-GFK Bauweise, Flächen und Leitwerke sind in Balsa-Styro Bauweise hergestellt. Alle Spanten im Rumpf, sowie die Fahrwerksaufnahme sind Herstellerseitig eingbaut, ebenfalls die Steckungshülse für die Aufnahme des 60mm Perunal-Alurohres. Lediglich die Aufnahme der Höhenruder muß der Erbauer selbst einbauen. Da der Rumpf im HLW- Bereich keine Anformungen aufweist, kann das Leitwerk optimal angepast werde in Bezug auf EWD und Lage (Höhe) am Rumpf. Als erstes wurde der Spant für die Aufnahme des Motors gebaut. Der Motor sollte seitwärts und in der Höhe verschiebbar sein, damit er für eventuelle Korekturen von Sturz und Seitenzug wieder mittig der Motorhaube (Spinner) positionierbar ist. Musterspant mit fertigen Ringspant. Der Ringspant wir in den Motordom von innen eingesetzt und dient zur Aufnahme des Motorspants. Motor mit Krümmer vorbereitet zur Montage auf den fertigen Motorspant. Montage Dämpfer und Tankanlage: Als Tank soll ein 1,5L und für Smoke ein 1L Tank verbaut werden. Vollgetankt ergibt das so ca 2,3Kg und die sollten natürlich so nah wie möglich am Schwerpunkt liegen. Da die Dämpfer sehr weit in den Rumpf ragen, wurde hier eine "Kombihalterung" gebaut, die beide Systeme optimal aufnehmen und die Tanks fast im Schwerpunkt positionieren. Das Gesamtgewicht beider Halterungen gerade mal 105gr. Dann geht es an die Luftführung für den Vierzylinder, damit die hinteren Zylinder nicht überhitzen. Die Luft, die vorne eintritt, kann so nur noch durch die Kühlrippen nach unten hin entweichen und gewährleistet eine optimale Kühlung. Eine sehr zeitaufwendige Arbeit! Das gesamte System besteht aus CFK- Herex Platten und wiegt komplett 136gr. Verkastung Flächen und Leitwerke: Herstellerseitig sind keine Servokästen verbaut, um dem Erbauer im Punkt Ausstattung freie Wahl zu lassen. Dieser Flieger wird nun zum ersten mal auf Querruder mit nur einem Tonegawa Servo TYP: PS-050 ausgestattet. Die Stellkraft des Servos beträgt bei 8,4V noch gute 90kg/cm. Die elt. Versorgung übernehmen hier Lipoly Zellen, die die benötigte Spannung liefern. Das einzelne Servo sollte selbst 4x8511er in der Stellkraft immer noch überlegen sein. Auf Höhenruder werden hier 4x DS8611 verbaut. Servoeinbauten HLW: Wie im vorigen Bild zu erkennen ist, wurden im HLW Servorahmen eingelassen für die Aufnahme der Sperrholzdeckel, die auch zugleich zur Aufnahme der Servos dient. Die Servos sitzen absolut spielfrei in den gefrästen Rahmen. SLW: Die Endrippe fürs Seitenleitwerk muß selber eingebaut werden. Das Seitenruder selbst ist für die Aufnahme der Hohlkehlenscharniere Herstellerseitig fertig gebaut. Der Seitenruderhebel wird genau auf Höhe der untersten Stutzrippe positioniert. Um den Hebel mit der Rippe ordnungsgemäß verkleben zu können, wird im Seitenruder von unten ein ausreichend großes Loch gefräst, welches anschließend wieder verschlossen wird. Das Seitenruderservo wird direkt im demontierbaren Heck plaziert. Dadurch wird ein einfache "Transporttrennung" gewährleistet. So muß lediglich der Kabelbaum getrennt werden. Die Ansteuerung des SLW übernimmt hier ein Tonegawa Servo PS-050. Als nächstes stand Fertigung der Radachsen auf dem Plan. Die Buchsen wurden aus Alu gedreht, die Radachsen aus 8mm Edelstahl. Auf dem rechten Bild kann man schon die lackierten Radschuhe im Effektlack sehen. RC Einbau: Nun geht es weiter mit dem Einbau der RC Komponennten. Als erstes werden die HLW Servos eingbaut und angeschlossen. Hier werden nun erstmals die neuen Hitec Servo vom TYP 5995 verbaut. Diese können mit einem 2-zelligen Lipoly Akku (7,4V) direkt versorgt werden. Dia Stellkräfte sollen bei 7,4V laut Hersteller 30kg betragen. Die gewalltigen Angaben veranlasten mich, dieses in einem Versuchsaufbau zu überprüfen. 30Kg könnte ich den Servos nicht entlocken, meine gemessene max Kraft ergab 22Kg bei konstanten 7,5V. Die Anlenkungen werden mit einem M3 Gabelkopf am Servoarm und einem M3 Kugelkopf am Ruderhorn hergestellt. Die Servohebelverlängerungen sind aus CFK Material gefräst und sind auf 40mm verlängert worden. Nun wurde der Kabelbaum fürs Heckteil gefertigt. Hier wurde eine Leiste mit MPX Steckern eingesetzt, um das Heckteil vom Rumpf trennen zu können. Nun wurde die Anlenkung für das Seitenruderservo gefertigt. Die Scheibe hat 100mm Durchmesser, der Servohebel ist zur Stabilität eingelassen und verschraubt. Die Anlenkung zum SLW wird mittels Stahlseil und M4 Gabelköpfen hergestellt. Anschließend wurde der komplette Kabelbaum für die gesamte Ansteuerung der Heckpartie gefertigt. Zum Trennen des Rumpf - Heckteil werden MPX Stecker verwendet. Jetzt geht es an die Querruder. Da hier nur noch ein Servo vom TYP Tonegawa Seiko PS050 mit einer Stellkraft von guten 90 Kilo zum Einsatz kommt, werden hier die Querruderhörner auf eine Tiefe von 70mm vergrößert, um die auftretenden Kräfte überhaupt noch aufnehmen zu können. Die Spannweite des Querruders beträgt immerhin 158cm bei einer Tiefe von 17,5cm. Die Verbindung zum Querruderservo wird mit M4 Gabelköpfen und Edelstahl - Gewindestange hergestellt. Der Servohebel besteht aus 5mm CFK. Nächster Punkt ist fertigen der restlichen Kabelbäume. Der Einbau des DPSI wird noch ein wenig dauern, da die Firma Emcotec sich bereit erklärt hat, ein spezielles DPSI zu bauen, welches dann auch in Serie gefertigt wird. Die Tonegawa werden mit 3 Lipolys versorgt (12,5V), die restlichen mit 6V. Das DPSI wird einen ungeregelten Ausgang bekommen(MPX Stecker), welcher für die Versorgung der Tonegawa dient. Alle anderen werden wie gewohnt auf das DPSI gesteckt. Mit ausschalten der Akkuweiche sind dann auch die 12V der Tonegawa abgeschaltet. Das System wird als Mini DPSI RV gefertigt, da die Anzahl der Kanäle ausreichend ist! Vielen Dank an die Firma Emcotec! Weiter ging es mit dem Einbau der Tankanlage. Zur Befüllung dient ein 3W Tankstutzen, die Entlüftungsröhrchen wurden selber gedreht. Entlüftungen für den Tank und Smoke sitzen jeweils in den Flächenanformungen. Nun wurde das Gas und Chokeservo montiert sowie der Akku für die Zündung eingesetzt. Für die Zündanlage wird ein 2 zelliger Lipoly Akku verwendet, der auf Schwingelementen gelagert wird. Nun wird der Motor endgültig verschraubt. Nächster Punkt ist dann das Einbauen der Dämpferanlage. Die Auslässe finden wie beim Original in der angeformten Hutze ihren Weg ins freie. Die Dämpfer werden mit den Krümmern vernietet um ein verdrehen zu vermeiden. Als nächstes wurden Gas und Chokeservo eingebaut. Für den Choke wurden Hebel zur Ansteuerung gefräst, die Rastungen für Choke demontiert und mit einem Standardservo C577 angelenkt. Für die Spritzufuhr wurden 2 Pendel im Tank eingebaut. Nun noch das Anklemmen der Zündanlage, damit wäre im Bereich Motor alles fertig gestellt. DPSI ist nun eingetroffen und es kann an den Rest der Arbeiten gehen. Seitlich sind die MPX Stecker zu sehen, die für die direkte Spannungsversorgung der Servos dienen. Hier ist die angelegte Spannung 1:1 durchgeschaltet. Die restlichen Servos können wie gewohnt im Spannungsbereich von 4,8V - 6V eingestellt werden. Laut Firma Emcotec ist es besser eine zusätzliche Kühlung des Kühlkörpers vorzusehen, da dieser bedingt durch die hohe Eingangsspannung von 11,1V sehr heiß wird. Als nächstes wurden dann die Aufnahmen für das DPSI und Lipoly Akkus hergestellt. Als Material dient wieder CFK-Herex Platten. Die Akkus und das DPSI werden auf weichen Schwingelementen gelagert. Damit wäre der Bau der Giles abgeschlossen! Der erste Probelauf ist auch schon erfolgreich absolviert, nun muß des Wetter noch werden und dann kanns losgehen........